Am 18. März 1990 fanden die ersten freien Wahlen für die Volkskammer der DDR statt. Lothar de Maiziere wurde von der Volkskammer am 12. April 1990 zum letzten Ministerpräsidenten der DDR gewählt. Zu seinen Aufgaben gehörten die Gestaltung der am 1. Juli 1990 in Kraft tretenden Währungsunion und die Vorbereitung der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990.
In dieser Umbruchzeit am Ende des Ausbildungsjahres 1989/1990 verabschiedeten wir natürlich auch Absolventen von unserer Schule. Wieder seien die Schüler unserer drei Abiturklassen genannt:
A3a:Helga Biesold, Rosita Brühl, Matthias Dietrich, Peter Dippmann, Bernhard Domaschke, Michael Dobieralsky, Dirk Eichler, Dirk Erler, Hagen Göbel, Hagen Jurack, Mirko Kottmuß, René Loschke, Ilona Pietzsch, Olaf Planitz, Thomas Posselt, Thomas Renger, Susann Schneider, Uwe Scheumann, Henryk Schulz, Susann Stannek, Annegret Vogel, Annett Weise, Gabriele Weiß.
A3b:
Judith Berthel, Thomas Drechsel, Dörte Eder, Kerstin Glaser, Oliver Heilmann, Carina Hoffmann, Anja Horn, Konrad Liepelt, Manuela Lötzsch, Dorit Ludwig, Torsten Luft, Simone Moritz, Jeannette Raschke, Anke Rathke, Jana Richter, Viola Schönefeld, Harry Sprenger, Jens Sterzel.
A3c:
Silke Dehnert, Christine Dobbert, André Herzog, Uta Holzbecher, Matthias Jost, Ralf König, Andrea Menzel, Astrid Metzig, Doreen Michalk, Jens Richter, Jutta Richter, René Sander, Frank Schönborn, Axel Schönfeld, Sabine Schwabe, Silke Stiffel, Bernd Strohbach, Martina Tetz, Heike Träger.
Am 19.07.1990 beschloss mit der Drucksache 120 a die Volkskammer der DDR das "Gesetz über Berufsschulen". Im § 8 wurde festgelegt, dass die Betriebsberufsschulen (BBS) bis zum 31.08.1990 aufzulösen sind und ab 01.09.1990 öffentliche Berufsschulen in der Trägerschaft der Kreise bzw. kreisfreien Städte zu bilden sind.
Obwohl weder die Wiedervereinigung vollzogen war noch die neuen Bundesländer formal rechtlich existierten, wurde am 01. 09.1990 das Berufsbildungsgesetz (BBiG) der Bundesrepublik in der DDR eingeführt.
Mit der Einführung des BBiG war der Startschuss für die Neustrukturierung des beruflichen Bildungswesens und damit auch der inhaltlichen Neugestaltung in jeder beruflichen Schule gegeben. Demokratisch gewählte Schulkonferenzen sollten helfen, diesen Neuaufbau voranzubringen. An den BBS sollten Betriebsvertreter stark integriert werden. Dietmar Sommer hatte die Leitung des Volksgutes Pesterwitz übernommen und war damit zunächst auch Leiter unserer Schulkonferenz.
Die Mehrheit des Lehrerkollegiums unserer Schule war fest entschlossen, nach demokratischen Prinzipien eine neue Ordnung aufzubauen. Erstaunt waren die Lehrer allerdings darüber, wer von der alten Schulleitung für die Schulkonferenz vorgeschlagen wurde: eine Erzieherin sollte z. B. plötzlich als Lehrerin Mitglied des Lehrerrates sein. Es wurde deutlich, dass ein personeller Wechsel in den alten Ämterstrukturen (Kreis Freital) und in der Schulleitung stattfinden musste.
In dieser Zeit Verantwortung zu übernehmen war nicht immer leicht. Aufgrund dessen, dass ein großer Teil der Lehrer auf den Autor dieser Zeilen zuging und ihn als Schulleiter vorschlug (und was für mich vielleicht noch ausschlaggebender war: Schüler und ehemalige Schüler führten viele Gespräche mit mir), wurde ab 1. Oktober 1990 Bernd Etzold Schulleiter. Dass sich unsere Schule in den nach 1990 folgenden Jahren so toll weiter entwickelt hat, ist vorrangig dem damaligen Kollegium und allen in den darauf folgenden Jahren neu hinzugekommenen Lehrerinnen, Lehrern und Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern zu verdanken.
Dem damaligen Zeitgeist entsprechend ging die Ernennung zum Schulleiter vor sich. Am 06.10.1990 führten wir bei einem Gläschen Wein einen Diskussionsabend im Reiterhof Roßthal durch. Kurz vor der Veranstaltung kam der damalige Landesschulrat Dr. Klaus Husemann auf den Schulhof und ernannte mit Handschlag "den neuen Direktor". Die Ernennungsurkunde (auf der übrigens eine Schulbezeichnung steht, die es so nie gab) kam dann 3 - 4 Wochen später.
An diesem Tag (06.10.1990) diskutierten wir über eine Konzeption für die Ausbildung im Land Sachsen, über ein sächsisches Schulgesetz, über die Beibehaltung der hochschulvorbereitenden und beruflichen Ausbildung an unserer Schule, über die Möglichkeit, dass das Volksgut Pesterwitz ein Zentrum der überbetrieblichen Ausbildung werden könnte. Wir diskutierten über Visionen, die heute Realität geworden sind, aber z. T. auch nicht umgesetzt wurden. Teilnehmer dieser Runde waren u. a. zukünftige Landespolitiker wie Arnold Vaatz, Klaus Husemann und Matthias Rößler, Vertreter des Freitaler Schulamtes, Vertreter des Volksgutes Pesterwitz (Dietmar Sommer) und Vertreter unserer Schule (Herbert Smylla, Bernd Etzold).
Vom 22. - 23. 10. 1990 führten der Schulleiter Bernd Etzold und der stellv. Schulleiter Peter Weszkalnys einen ersten Arbeitsbesuch an der Bertha - von - Suttner - Schule in Ettlingen (bei Karlsruhe) durch. Wir wurden vom Schulleiter OStD Otmar Gutmann und seinem Lehrerkollegium herzlich begrüßt, hervorragend betreut und es begann eine Zusammenarbeit, die bis heute Bestand hat.
Vom 07. - 09. 11. 1990 besuchten wiederum als Vertreter unserer Schule Bernd Etzold und Peter Weszkalnys das landwirtschaftliche Bildungszentrum Triesdorf in Bayern. Unterschiedliche Ausbildungseinrichtungen wurden vorgestellt, so u. a. zwei überbetriebliche Ausbildungsstätten (Tierhaltungsschule, Landmaschinenschule), die Fachoberschule (Agrarwirtschaft) und die Berufsschule Tierwirt.
Ein Lehrer - Personalrat wurde an unserer Schule gewählt:
- Ullrich Neundorf - Vorsitzender
- Otto Dittfurth - stellv. Vorsitzender
Aus dem Kollegium wurden die Mitglieder des Lehrerrates für die Schulkonferenz gewählt. Folgende Lehrerinnen und Lehrer erhielten das Vertrauen, um unsere Schulinteressen zu vertreten:
- Herbert Smylla - Vorsitzender
- Margit Brumme
- Renate Dietrich
- Otto Dittfurth
- Thomas Ehrlich
- Thomas Stephan
Die Funktion des Schulamtsleiters des Kreises Freital hatte mit Beginn des Schuljahres 1990/91 Bernd Wonka übernommen, der sich mit überdurchschnittlichem Engagement auch für den Bestand und die Weiterentwicklung der drei beruflichen Schulen des Kreises einsetzte. Die Berufsschule in Rabenau wurde in die ehemalige BBS des Edelstahlwerkes Freital integriert und es entstand daraus 1992 das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft und Technik Freital.
In der Folgezeit musste die komplizierte territoriale Situation unserer Schule gelöst werden. Pesterwitz gehörte zum Kreis Freital, deshalb wurde unsere Schule, die BBS des VEG Pesterwitz, von Freital verwaltet. Der Standort des Hauptsitzes der Schule ist aber von Anfang an der Dresdner Stadtteil Roßthal, also auch im Jahr 1990 zu Dresden gehörend. Dazu kam noch, dass die Schulabteilung Radeburg zu Dresden - Land gehörte, aber ebenso von Freital mit verwaltet wurde.
Mit Schreiben vom 13.11.1990 erhielten wir vom Kreisschulrat Freital Bernd Wonka die Zustimmung für die neue Schulbezeichnung:
Zunächst wurde unsere Schule in ihrer Gesamtheit weitergeführt, d.h., der Hauptsitz war in Dresden - Roßthal und eine Abteilung in Radeburg; an beiden Standorten blieben die Wohnheime erhalten. Einige verdienstvolle Lehrerinnen bzw. Lehrer nutzten das günstige Angebot, zu diesem Zeitpunkt in den Vorruhestand zu gehen, einige sahen in anderen Aufgabenbereichen ihre Zukunft und verließen die Schule. Zu Beginn des Schuljahres 1990/91 stellten sich folgende Lehrerinnen und Lehrer den neuen Herausforderungen:
Roßthal:
- Bernert, Heike
- Brumme, Margit
- Dietrich, Renate
- Dittfurth, Otto
- Ehrlich, Thomas
- Etzold, Bernd
- Hermann, Iris
- Jähne, Bernd
- Neundorf, Ullrich
- Schirmer, Werner
- Smylla, Herbert
- Stephan, Andrea
- Stephan, Thomas
- Weszkalnys, Peter
Frank Winkler als Lehrmeister (Ingenieurpädagoge) bereits einige Jahre an unserer Schule tätig, wurde kurze Zeit später Mitglied des Lehrerkollegiums.
Silke Reimann, Alexandra Tanke, Ingrid Locke und Horst Müller beendeten kurz nach Schuljahresbeginn 1990/91 ihre Tätigkeit bei uns.
Radeburg:
- Drobisch, Gerlinde
- Feuker, Klaus -Dieter
- Schulze, Christine
- Schulze, Jörg
- Stockmann, Bernd
In den Wohnheimen übernahmen folgende Erzieherinnen und Erzieher die Verantwortung:
Roßthal:
- Albinus, Kati
- Horn, Wolfgang
- Jähne, Barbara
- Stolle, Franz
Franz Stolle übernahm die Leitung des Internates von Günter Gundlach, der in den Vorruhestand ging.
Radeburg:
- Härtner, Fides
- Eichele, Marina
- Kontny, Hubert
- Kontny, Renate
Die Absolventin von 1990 Anke Habich (geb. Schmiedgen) ist heute Lehrerin an unserer Schule.
Eine der ersten Aufgaben der neuen Schulleitung bestand darin, dass von der alten Schulleitung geänderte Lehrverträge "zurück geändert" werden mussten. Folgendes war passiert: Es wurde, wie bereits berichtet, das Berufsbildungsgesetz der Bundesrepublik ab 01.09.1990 wirksam. Nachdem dies bekannt wurde, wurden vorauseilend die Berufsbezeichnungen für alle Schüler der BmA geändert (auf Land - bzw. Tierwirt). Es wurde übersehen, dass abgeschlossene Verträge in der jeweiligen Form Bestand haben. Selbst die Anfänger der BmA am 01.09.1990 wurden als Agro - bzw. Zootechniker noch ausgebildet. Durch dieses "Hick - hack" entstand zwar Unruhe bei den Jugendlichen und deren Eltern, einige wechselten daraufhin auch die Ausbildung, aber die meisten führten die Ausbildung weiter ordentlich durch.
Mit Beginn des Schuljahres 1990/91 wurden 26 Klassen mit insgesamt 407 Schülern an unserer Schule unterrichtet:
| A 1 a | 19 | M/R 1 a | 12 | G 1 a | 7 | ||
| A 1 b | 15 | M/R 1 b | 9 | G 1 b | 12 | ||
| A 1 c | 16 | M/R 2 | 18 | G 2 a | 15 | ||
| A 2 a | 19 | F 1 a | 20 | G 2 b | 20 | ||
| A 2 b | 13 | F 1 b | 19 | G 2 c | 18 | ||
| A 2 c | 12 | F 2 a | 16 | PZ 1 a | 13 | ||
| A 3 a | 20 | F 2 b | 13 | PZ 1 b | 12 | ||
| A 3 b | 14 | PZ 2 a | 15 | ||||
| A 3 c | 20 | PZ 2 b | 18 | ||||
| L 9 | 22 |
Aus dieser Übersicht ist ersichtlich, dass mit drei BmA - Klassen noch einmal begonnen wurde. Bei den Klassen im direkten landwirtschaftlichen Bereich kommt die Ungewissheit, wie es in den Betrieben weiter gehen soll, zum Ausdruck. Die Lehrlinge in den M - Klassen wurden alle in Richtung Rinderproduktion ausgebildet. Der Ausbildungsberuf des Geflügelzüchters nahm in den darauf folgenden Jahren so an Bedeutung ab, dass bald keine Jugendlichen in Sachsen mehr ausgebildet wurden. Dafür stieg die Anzahl der auszubildenden Pferdewirte in den nächsten Jahren rasant an.
Mit einer so genannten Leistungsklasse (L 9) wollte man die Allgemeinbildung stärken. Diese Jugendlichen wechselten nach der 8. Klasse an unsere Schule, schlossen die 10. Klasse bei uns ab und sollten dann in die Abiturausbildung einsteigen. Wir hatten zwei Durchgänge solcher Klassen, später wurden sie als V - Klassen (Vorbereitungsklassen für das Berufliche Gymnasium) bezeichnet. Andrea Stephan war Klassenlehrerin von folgenden Schülerinnen und Schülern der Klasse L 9, von denen die meisten 1992 in die 11. Klasse unseres Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums wechselten:
Rahel Bauer, Kristin Böhme, Jens Fischer, Sandra Fröhlich, Bianca Grittner, Astrid Hanack, Manja Herrmann, Hardt Hoffmann, Torsten Jahn, Jana Kummerlöw, Thomas Lehnert, Heiko Menzel, Jaqueline Obst, Kathrin Richter, Benjamin Richter, Susanne Scharschmidt, Lydia Schmidt, Martin Schneider, Stefan Schulz, Alexander Vogt, Dorit Wodäge, Albrecht Grötzsch.Mit Beginn des Schuljahres 1990/91 wurden in den sächsischen Schulen die Lehrpläne des Bundeslandes Baden - Württemberg übernommen. Mit außerordentlichem pädagogischem Geschick mussten die Lehrerinnen und Lehrer in dieser Zeit mit den Jugendlichen umgehen. Oft ohne klare Festlegungen, aber im festen Bestreben, hohes Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten den Schülern zu vermitteln, verstanden es die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule, die schwierigen Bedingungen zu meistern.
Im Februar 1991 wurden direkt vom Bundes - Bildungsministerium unter Leitung von Jürgen Möllemann Computer und Kopierer den Beruflichen Schulen in Sachsen kostenlos zur Verfügung gestellt. Unsere Schule erhielt 13 Apple - Mac - Intosh - Computer und einen Kopierer.
Ein Studium für das Lehramt für Grundschulen setzt das Abitur voraus. Diese Voraussetzung galt zu DDR - Zeiten nicht. Deshalb wurde in Absprache zwischen den Ministerien für Wissenschaft und für Kultus festgelegt, dass die Grundschullehrerstudenten am Institut für Lehrerbildung (IfL) Radebeul des 1. Studienjahres mit Abschluss der 10. Klasse zum Beginn des 2. Schulhalbjahres 1990/91 in eine Abiturausbildung überführt werden sollen. Die Verantwortung, dass diese Studentinnen im Sommer 1992 die Reifeprüfung ablegen, übernahm das Kultusministerium. In Zusammenarbeit des Freitaler Schulamtsleiters Bernd Wonka mit unserer Schule und der Technischen Berufsschule (ehemals Edelstahlwerk) übernahmen die beiden Schulen jeweils eine Klasse dieser IfL - Studenten.
Ab Februar 1991 hatten wir nun noch eine Klasse A 11. Alle 25 Schülerinnen und Schüler wohnten im Internat in Roßthal. Das Bilden dieser Klasse gab uns auch die Gelegenheit, den Schüler Achim Gramsch wieder in die Abiturausbildung zu integrieren. Aus politischen Gründen hatte er vorher als ehemaliger BmA - Schüler nicht die Reifeprüfung ablegen dürfen. Achim Gramsch ging später nach Russland, studierte dort und verrichtete jahrelang Missionsarbeit.
Den großen zusätzlichen Bedarf an Lehrerstunden in der Allgemeinbildung konnten wir aus zwei Gründen abdecken:
Da die Schüleranzahl in dem Jahrgang der BmA zurückgegangen war, lösten wir die Klasse A 2 a auf, die Schüler wurden in die A 2 b und A 2 c aufgeteilt.
Am 01.03.1991 und am 01.04.1991 begannen mit Katrin Torke und Olaf Tober zwei Lehrkräfte für Russisch, Geografie bzw. Mathematik, Physik und Informatik ihre Tätigkeit an unserer Schule.
Nach mehreren Beratungen wurde in einem Protokoll vom 08.05.1991 endgültig festgelegt, dass die Rechtsträgerschaft des Landkreises Freital ab 01.07.1991 für unsere Schule nicht mehr zutrifft.
Da für das Schulobjekt Altroßthal keine Restitutionsansprüche geltend gemacht wurden, wurde dem von der Stadt Dresden am 25.03.1991 gestellten Antrag an die Treuhandanstalt zur Übertragung der gesamten Vermögenswerte stattgegeben. In diesem Vermögenszuordnungsbescheid wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass das Eigentum an den Vermögenswerten zur Erfüllung kommunaler Selbstverwaltungsaufgaben, nämlich für die Berufsschule Altroßthal 1, dient. Dieses 5,5 ha große Areal am Rande der sächsischen Landeshauptstadt bildet damit eine hervorragende Grundvoraussetzung für die Entwicklung einer beruflichen agrarwirtschaftlichen Schule.
Ab 03.07.1991 gilt das Sächsische Schulgesetz. In diesem wurden u. a. die Schularten an den beruflichen Schulen festgelegt. Demzufolge stand nichts mehr dem Beginn des Unterrichtes in einem Beruflichen Gymnasium der agrarwissenschaftlichen Richtung an unserer Schule entgegen.
Am Ende des Schuljahres 1990/91 wird in Sachsen das erste Mal eine Durchschnittsnote auf dem Reifezeugnis angegeben. Das Kultusministerium gibt eine entsprechende Anweisung für die Ermittlung dieser Durchschnittsnote heraus.
Von der BmA werden mit dem Ausbildungsberuf Agrotechniker verabschiedet:
Jörg Aschmann, Dirk Börner, Andreas Burkhardt, Karsten Dittrich, René Güttler, Steffen Herrmann, Torsten Hohlfeld, André Huhn, Sebastian Kunze, Gert Lattermann, Anita Loose, Thomas Mühlan, Christin Peters, Willem Riecke, Till Sommer, Matthias Stark, Heinfried Stübner, Monique Wehner, Gunar Zill, Uwe Zschiedrich.
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Die Agro´s von 1991 |
Als Zootechniker mit Abitur schlossen ab:
Anja Albrecht, Christiane Düring, Gunnar Engemann, Heike Füssel, Anja Klunker, Jost Kopp, Annett Kretschmer, Stefan Kunath, Andreas Paul, Hanka Schneider, Kerstin Schwarz, Klaus Schwurack, Alexander Stock, Silke Wollin; Kerstin Biederstädt, Janet Böhme, Frank Borstnitz, Ines Friedrich, Vicki Holzapfel, Uta Janssen, Annekathrin Kautz, Nicole Kruse, Reinhard Liebe, Bernd Mühle, Annett Polte, Marlene Roth, Helge Rügen, René Schäfer, Judith Schaepe, Ralf Schreiter, Bina Taubert, Silvia Uhlmann, Axel Voß.
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Hier freuen sich Schülerinnen und Schüler der A 3 b über den erfolgreichen Schulabschluss |
Die Schulleitung stellte im ersten Halbjahr 1991 wiederholt Anträge an das Oberschulamt bzw. an das Kultusministerium, damit auf Grund der komplizierten territorialen Lage (Roßthal, Radeburg) unsere Schule in Landesträgerschaft übernommen werden sollte. Es wurde allerdings so entschieden, dass nur in Roßthal die Schule unter der Trägerschaft der Landeshauptstadt weitergeführt wird. Schulgebäude und Wohnheim in Radeburg sind damit ab 01.07.1991 nicht mehr Bestandteil unserer Schule. Die fünf vorrangig in der Schulabteilung Radeburg unterrichtenden Lehrer wurden als Landesbedienstete in Roßthal integriert.
Eigentlich sollten mit dem Schuljahr 1991/92 keine Leistungsklassen (9./10. Klasse) mehr an den Beruflichen Schulen beginnen. Da die Anzahl der Anmeldungen bei uns sehr groß war, begann nach Absprache mit der Schulamtsleiterin von Dresden Ingrid Katschner doch noch einmal eine Klasse mit 28 Schülern.
Mit Dieter Bartneck (ab 01.09.1991 - Physik, Mathematik, Informatik) und Brigitte Kästner (ab 15.09.1991 - Englisch, Spanisch) begannen wiederum zwei Lehrer(innen) aus dem allgemein bildenden Bereich ihre Tätigkeit an unserer Schule.
Der "selbst gebastelte" Briefkopf zu Beginn des Schuljahres 1991/92 sah so aus:

Anfang Mai 1992 kamen unter der Leitung des Schulleiters Otmar Gutmann 15 Lehrerinnen und Lehrer von der Bertha - von - Suttner - Schule aus Ettlingen zu einem Arbeitsbesuch an unsere Schule.
Die Ettlinger Kolleginnen und Kollegen verfassten daraufhin dieses Gedicht:

Die sächsische Polizei baute aus alter Tradition eine Polizeireiterstaffel wieder auf. Die Polizeidirektion - Zentrale Dienste - holte sich vor allem das Landgestüt Moritzburg (praktische Ausbildung) und unsere Schule (theoretische Ausbildung) als Partner für die Ausbildung zu Hilfe. Seit 1992 und den darauf folgenden Jahren entwickelte sich eine intensive und angenehme Zusammenarbeit unserer Schule mit der Reiterstaffel. Jedes Mitglied der Polizeireiterstaffel durchlief einen "Lehrgang Theorie" in Roßthal.
Alle 26 Schülerinnen und Schüler der A 12 (ehemalige IfL - Studenten) absolvierten erfolgreich das Abitur:
Annett Bellmann, Kathleen Donath, Peggy Fritzsche, Katja Fuchs, Peggy Gerischer, Achim Gramsch, Antje Haag, Sandra Hänsch, Jana Hebig, Susanne Herzog, Matthias Hornauf, Silvana Kage, Romy Kopke, Christina Krautz, Anja Kreyß, Carola Lippmann, Katrin Pache, Sabine Pietzcker, Anja Renger, Ina Schleinitz, Karen Siwonia, Claudia Steinborn, Annett Ullrich, Carina Ullrich, Kerstin Weise, Anja Wobus.
Die 45 Schülerinnen und Schüler der BmA - Klassen A 3 b und A 3 c erhielten das Abitur und den Facharbeiterabschluss.
A 3 b: Peter Brettschneider, Lutz Ehrhardt, Christian Freudrich, Antje Frohwieser, Kathrin Glowik, Claudia Götze, Ina Günther, Ingrun Haufe, Susann Irmer, Stephan Jaurich, Stefan Kieschnik, Jana Kess, Anke Kühle, Uwe Lehmann, Ina Schäfer, Birgit Scholz, Ingrid Schubert, Claudia Tietze, Ramona Todtermuschke, Frank Trepte, Daniel Wehle, Anett Weißbach, Yvette Walter.
A 3 c: Renè Böhme, Sven David, Jens Dutschmann, Sandro Elstner, Susanne Förster, Susanne Herbich, Dirk Herrmann, Thomas Jantke, Thomas Krebs, Silko Minsel, Katrin Nagel, Lars Passek, Sven Pöschel, Jörg Parsiegla, Grit Schneider, Jörg Schotte, Marion Schulz, Anja Schwarze, Ronny Sixtus, Peggy Thiele, Veronika Vogel, Heiko Werner.
Weiterhin beendete die erste Leistungsklasse L 10 mit dem Realschulabschluss die 10. Klasse und mehrere Klassen der Land - , Tier (Geflügel) - , Forst - und Pferdewirte absolvierten ihre Abschlussprüfungen.
Nachdem nun seit zwei Jahren das Berufsbildungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland galt, war die Zeit im Freistaat Sachsen gekommen, die organisatorischen Strukturen im beruflichen Schulwesen zu verändern. Dabei spielten vor allem die 13 Berufsfelder, aber auch die im Sächsischen Schulgesetz verankerten fünf Schularten an einer beruflichen Schule eine Rolle.
Ab 1. September 1992 wurden in Sachsen die Beruflichen Schulzentren (BSZ) eingerichtet.
Um den hohen Ansprüchen der beruflichen Ausbildung im Bereich der Landwirtschaft, des Gartenbaus und darüber hinaus der gymnasialen Ausbildung von Jugendlichen im Grünen Bereich zu genügen, wurde zentral in der Landeshauptstadt Dresden ein Berufliches Schulzentrum für Agrarwirtschaft gebildet. Es war und ist das einzige BSZ in Sachsen, das weitgehend das Berufsfeld XIII (Agrarwirtschaft) in seiner Gesamtheit erfasst. Der Bereich des Gartenbaus, einschließlich der Floristik, gehört seitdem als typischer agrarwirtschaftlicher Zweig zu unserer Schule.
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